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(Ostdeutsche Galerie) Alexander Camaro (1901-1992) im Kunstforum Ostdeutsche Galerie - Sonderausstellung vom 21.11.2004 bis 30.01.2005
Alexander Camaro – Grenzgänger zwischen Kunst und Tanz – blieb zeitlebens ein Außenseiter im Spannungsfeld von Abstraktion und Figuration. Ihm widmet das Kunstforum nach über zwanzig Jahren eine zweite Themenausstellung, die den Lovis-Corinth-Preisträger als herausragenden Maler und Grafiker würdigt.Camaro studierte zwischen 1920 und 1925 bei dem einstigen Brücke-Expressionisten Otto Mueller an der Kunstakademie in Breslau und erhielt zwischen 1928 und 1930 in Dresden bei Mary Wigman eine Ausbildung als Tänzer. Bis 1939 stand er regelmäßig auf der Bühne. Der Durchbruch als Künstler gelang Camaro 1946 mit abstrahierten Variationen zum Thema Theater – melancholische Farbträume von meditativer Wirkung.
Die Regensburger Ausstellung „Die Welt als Bühne“ ermöglicht die erste Be-gegnung zwischen den bislang unveröffentlichten frühen Pastellen und Aquarellen und einer Auswahl großformatiger Gemälde aus den 1980er Jahren.
Anfang der 1920er Jahre war es die Welt des Zirkus, des Varietés und der Bordelle, die der Frühbegabte in klassisch moderner Formensprache thematisierte. 60 Jahre später durchziehen Motive aus der Welt der Bühne das Spätwerk – als magisch-symbolische Chiffren. In artistischen Figurenbildern und existentiellen Panoramen resümiert Camaro sein Lebenswerk zwischen Breslau und Berlin. Die Ausstellung umfasst 36 Grafiken und 14 Gemälde aus dem Nachlass des Künstlers.
Die Eröffnung findet am 21. November um 11 Uhr im Kunstforum statt. Es erscheint ein umfangreicher Katalog (15 Euro). Ab 28. November findet jeden Sonntag (außer am Sonntag nach Weihnachten) um 11 Uhr eine öffentliche Führung statt. An vier Wochenenden wird gleichzeitig ein museumspädagogisches Programm für Kinder geboten.